Dieses E-Auto ist günstiger als umsonst!
Was wäre, wenn Sie ein Auto drei Jahre lang fahren und am Ende sogar Geld dafür erhalten? Was zunächst unrealistisch klingt, sorgte zuletzt bei besonders günstigen Leasing-Angeboten für Elektroautos für große Aufmerksamkeit.
Solche Deals vermitteln den Eindruck, dass Autofahren plötzlich extrem günstig geworden ist. Doch wie realistisch sind solch günstige Leasing-Angebote wirklich – und lassen sie sich tatsächlich zu den beworbenen Konditionen abschließen?
Ein Modell stand dabei besonders im Fokus: der Dacia Spring von Dacia. In diesem Artikel erfahren Sie, wie solche Angebote entstehen, was hinter den besonders niedrigen Kosten steckt und worauf Sie unbedingt achten sollten.

- Warum sind manche Leasing-Angebote günstiger als 0 €?
- Leasing-Konditionen im Überblick: Dacia Spring
- Die E-Auto-Prämie als entscheidender Faktor
- Effektive Kosten: Wie günstig wäre das Angebot tatsächlich?
- Leasing vs. Autoabo: Was ist wirklich günstiger?
- Für wen lohnen sich solch günstige Leasing- und Autoabo-Angebote?
- Fazit: Marketing-Effekt oder echtes Sparpotenzial?
Warum sind manche Leasing-Angebote günstiger als 0 €?
Im klassischen Leasing zahlen Sie monatliche Raten und geben das Fahrzeug nach Ablauf der Laufzeit zurück. Je nach Vertragsmodell kann zusätzlich eine Anzahlung zu Beginn oder eine Schwerpunktzahlung am Vertragsende (Schlussrate) vereinbart sein.
Bei Elektroautos kann sich die Kostenstruktur durch staatliche Förderungen und Umweltprämien jedoch deutlich verändern.
Das Prinzip dahinter:
- Sie schließen ein günstiges Leasing-Angebot für ein Elektroauto ab
- Förderungen oder Prämien werden nachträglich ausgezahlt
- Übersteigt die Förderung Ihre Gesamtkosten, entsteht rechnerisch ein finanzieller Vorteil
Genau dieses Szenario sorgte beim Leasing-Angebot rund um den Dacia Spring für Aufsehen.
Wichtig zu verstehen: Solche Konstellationen entstehen nur unter bestimmten Voraussetzungen und sind oft zeitlich begrenzt.
Leasing-Konditionen im Überblick: Dacia Spring
Das beworbene Leasing-Angebot, welches bis zum 28.02.2026 gültig war, sah folgende Eckdaten vor:
- Monatliche Leasingrate: 84 €
- Laufzeit: 36 Monate
- Anzahlung: kein
- Leasingkosten gesamt: ca. 3.021 €
- Überführungskosten: ca. 1.100 €
Gesamtkosten über drei Jahre: rund 4.120 €
Bereits ohne Förderung hätte es sich hierbei um eines der günstigsten Leasing-Angebote am Markt gehandelt. Der eigentliche Vorteil entsteht jedoch erst durch die E-Auto-Prämie.
Entdecken Sie passend dazu unseren Beitrag über Ladekarten für E-Autos.

Die E-Auto-Prämie als entscheidender Faktor
Die Höhe der staatlichen Förderung richtet sich nach Haushaltsform und Einkommen. Wichtig: Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen, nicht das Bruttogehalt.
Quelle: Bundesregierung
Die Förderhöhe für Elektroautos richtet sich nach Einkommen und Haushaltsform. Besonders Haushalte mit niedrigerem Einkommen und Kindern erhalten eine hohe Unterstützung, die in Kombination mit günstigen Leasingraten dazu führen kann, dass ein Elektroauto nahezu kostenfrei genutzt wird oder sogar ein finanzieller Vorteil entsteht.
Wer erhält welche Prämie?
Schmökern Sie in unseren Beiträgen über Auto & Umwelt

Effektive Kosten: Wie günstig wäre das Angebot tatsächlich?
Erst durch das Zusammenspiel von Leasingkosten und möglicher Förderung entsteht der außergewöhnliche Effekt, der für so viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Bei Gesamtkosten von rund 4.120 € über drei Jahre würde eine Förderung von 6.000 € rechnerisch zu einem Überschuss von etwa 1.880 € führen. Selbst bei einer niedrigeren Förderung von 4.000 € lägen die effektiven Kosten für drei Jahre Autofahren nur bei rund 120 €. Damit würde dieses Angebot selbst in der niedrigsten Förderstufe zu den günstigsten Leasing-Optionen zählen.
In der Praxis zeigte sich jedoch ein wichtiger Punkt: Viele Interessierte berichteten, dass Händler die beworbenen Konditionen nicht anbieten konnten oder entsprechende Anfragen ablehnten. Extrem günstige Angebote dieser Art erzeugen häufig große Aufmerksamkeit und dienen als Marketinginstrument – die tatsächliche Verfügbarkeit kann jedoch regional variieren.
Diese Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, Angebote nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in den Gesamtkontext der tatsächlichen Mobilitätskosten einzuordnen.
Leasing vs. Autoabo: Was ist wirklich günstiger?
Unser Vergleich zeigt:
In vielen Fällen sind Autoabos deshalb wirtschaftlich planbarer.
Bei Sonderkonstellationen mit Förderungen kann Leasing jedoch kurzfristig günstiger erscheinen.
Die Realität: Mal ist Leasing günstiger, mal das Autoabo — entscheidend ist das konkrete Angebot. Mehr dazu in unserem Leasingvergleich.

Für wen lohnen sich solch günstige Leasing- und Autoabo-Angebote?
- Studierende und Berufseinsteiger
- Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen
- Personen, die ohne Anzahlung ein Auto leasen möchten
- Interessierte an einem günstigen Einstieg in die Elektromobilität
Weniger geeignet ist das Angebot für:
- Vielfahrer mit hohem Platzbedarf, da besonders günstige Angebote meist Kleinwagen oder sehr kompakte Modelle betreffen
- Personen, die regelmäßig Langstrecken fahren, da besonders günstige Elektroautos oft eine geringere Reichweite und langsamere Ladegeschwindigkeiten haben.
Fazit: Marketing-Effekt oder echtes Sparpotenzial?
In vielen Fällen zeigt unser Vergleich, dass Autoabos die wirtschaftlichere und sorgenfreiere Alternative zum Leasing sind. Durch feste monatliche Raten inklusive aller laufenden Kosten und flexible Laufzeiten bieten Autoabos meist ein besser kalkulierbares Gesamtpaket ohne finanzielle Überraschungen.
Extrem günstige Leasing-Angebote erzeugen Aufmerksamkeit – und zeigen, wie preiswert Autofahren theoretisch sein kann. In der Praxis hängt die tatsächliche Umsetzbarkeit jedoch von Händlern, regionaler Verfügbarkeit und individuellen Voraussetzungen ab. Solche Deals sind daher nicht immer flächendeckend erhältlich, sondern oft Marketingaktionen mit begrenzter Verfügbarkeit.
Wer wirklich sparen möchte, sollte Angebote immer individuell prüfen und sowohl Leasing- als auch Autoabo-Angebote vergleichen.